Unter der Photodynamischen Therapie (PDT) versteht man ursprünglich ein Verfahren zur Behandlung von Neoplasien und Tumoren mit spezifischem Licht in Kombination mit einer lichtempfindlichen Substanz, einem so genannten Photosensibilisator und dem im Gewebe vorhandenen Sauerstoff.
Für die Abtötung von Bakterien wird dieses Verfahren mit Sensibilisatoren auf Basis der Farbstoffe Toluidinblau oder Methylenblau verwendet, was in der Literatur häufig als photodynamisch antimikrobielle Chemotherapie (PACT) oder photo-aktivierte Desinfektion (PAD) bezeichnet wird.
Im Gegensatz zu Chlorhexidin oder Antibiotika wirkt PACT nicht bakteriostatisch (keimhemmend), sondern tötet die Bakterien sofort ab. Es kann eine Keimreduktion von bis zu 99,9% (4 Zehnerpotenzen) erreicht werden.
Der große Vorteil der PDT ist die leichte und unkomplizierte Anwendung, die Keimreduzierung, sowie die gezielte lokale, effektive und schonende Durchführung, ohne jeglichen Nebenwirkungen wie bei der Anwendung einer Antibiotikatherapie (in vielen Fällen) zu erwarten ist.






